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Studienreise nach Guadeloupe

„Weit weg, Karibik, weiße Strände und französisch! Nicht greifbar und definitiv niemals das Ziel für eine Studienreise – das ging mir alles durch den Kopf, als ich das erste Mal hörte, dass wir eventuell einen Austausch mit Schülerinnen und Schülern dieser Schmetterlingsinsel in der Karibik machen wollten. Traumhaft!“, ein Zitat von Frau Schymura der Hauptverantwortlichen Lehrerin der Theodor-Heuss-Schule Offenbach für Schulpartnerschaften und Studienreisen.

In diesem Bericht möchte ich von unserer letzten Studienreise erzählen. Eine 9-stündige Flugreise mit
Zwischenstopp in Paris, auf die schöne Insel Guadeloupe in der Karibik.

Als Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement besuche ich die Berufsschule Theodor-Heuss in
Offenbach.

Seit mehreren Jahren besteht zwischen meiner Berufsschule und der Schule Lycée Voilin in Puteaux, Frankreich eine Schulpartnerschaft. Bereits in meinem ersten Ausbildungsjahr fand eine Studienreise zu dieser Schule in der Nähe von Paris statt. Da die Schulleiterin der Lycée Voilin-Schule zurück in ihre alte Heimat Guadeloupe gezogen ist, wurde eine neue Schulpartnerschaft in Guadeloupe geschlossen, wodurch sich eine neue Studienreise für uns Schüler entwickelte.

Die Studienreise auf die Insel Guadeloupe befasste sich mit dem Thema „Sklaverei“. Die Ausarbeitung
dieses Themas war die Aufgabe von uns Schülern mit Hilfe der Lehrer und Lehrerinnen.

Vor der zweiwöchigen Reise auf die karibische Insel, fing die Themenverteilung des umfangreichen Themas im Abendunterricht der Projektwoche an.

Eine Woche recherchierten wir unsere Themen von Kunst und Musik in der Sklaverei bis zur heutigen
bestehenden Sklaverei. Wir sammelten viele Informationen, um die Basis unserer Präsentationen zu schaffen.

Die Präsentationen der Themen arbeiteten wir dann auf Guadeloupe sorgfältig aus, um diese dem
Bürgermeister und dem Bürgermeisteramt der französischen Insel vorzutragen.

Der Besuch des Bürgermeisters ehrte uns sehr und war einer der aufregendsten Programmpunkte, die
wir erleben durften.

Das gesamte Programm bestand aus mehreren Besichtigungsreisen und der Zusammenarbeit unserer Partnerschule.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Schuldirektorin und unseren englischsprachigen Gastgebern unserer Unterkunft, kamen wir zusätzlich in engen Kontakt mit den Einheimischen
und lernten sogar den „besten Trommler“ der Insel und seine Band kennen.

Das Highlight der Reise und somit auch die prägendste Erfahrung war allerdings die Besichtigung des „Memorial ACTe“. Dies ist „DAS“ Museum auf Guadeloupe über die Geschichte der Sklaverei und die Geschichte der Guadeloupianer.

Das Gebäude, welches einem Mausoleum gleicht, wurde als symbolische Gedenkstätte an den Sklavenhandel gebaut.

Ein großes, hervorstechendes, weißes Gebäude mit dem dunklen Inhalt der Vergangenheit, welche in viele verschiedene, kreativ eingerichteten Räume eingeteilt und präsentiert wird.

Das Denkmal und Museum zugleich, soll helfen sich der grausamen Geschichte der Sklaverei zu stellen, sie anzunehmen und zu verarbeiten für eine bessere Zukunft.

Mit einem digitalen Guide besichtigte jeder Schüler für sich das Museum und suchte nach Fakten, welche für sein eigenes Thema und der Präsentation als Bereicherung schien.

Mein Thema war die Musik in der Sklaverei. Im Museum gab es eine Abteilung, die die Entwicklung und Geschichte des Karnevals in Zusammenhang mit der Sklaverei präsentierte. Diese Abteilung lieferte mir sehr viel interessanten Content zur Ausarbeitung meines Themas. Im Museum selbst waren jegliche digitale Geräte verboten und somit wurde es für uns Schüler/innen eine Herausforderung, alle Informationen zu erfassen und vor allem behalten zu können. Was wir sonst mit dem Smartphone fotografierten, schrieben wir uns nun händisch auf einen Block.

Im Nachhinein waren wir alle sehr dankbar für die Entnahme unserer Smartphones und Kameras, denn dadurch liefen wir mit einer intensiveren Auffassungsgabe durch die Geschichte der Sklaverei und dem Guadeloupianer Volkes.

Wir besichtigten weiter historische Orte, wie die Festung „Fort Delgrès“ und erklommen den Vulkan der Insel „La Soufrière“. Der Aufstieg bis hoch auf den Vulkan stärkte unseren Teamgeist.

Insgesamt diente die Studienreise, der Zusammenarbeit zweier Nationen und Kulturen.

Dies wurde geschaffen durch den hergestellten, persönlichen Kontakt verschiedener, kulturell geprägten Menschen.

Ich, sowie auch die ganze Gruppe, sind sehr dankbar für diese Erfahrung. 

Denn jeder von uns kann bestätigen, wie großartig und prägend diese Studienreise für uns war.
Diese ermöglichte uns Schülern und Schülerinnen, wie auch den Lehrern und Lehrerinnen, einen anderen Teil der Welt zu sehen, die Geschichte und heutige Kultur kennen zulernen und neue Perspektiven von dem alltäglichen Leben kennen zulernen.

Zurück in Deutschland steht uns jetzt noch das Fertigstellen des Schulblogs und die Themenpräsentation bevor.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich nicht nur der Berufsschule dankbar für diese Partnerschaft sowie die großartige Organisation bin, sondern auch meinen Betrieb, der Actemium.

Eine Woche von der Arbeit freigestellt zu werden, ohne Urlaub nehmen zu müssen, ist nicht als verständlich anzusehen.

Den ohne dieser Einverständnis und der Freistellung für Studienreise hätte ich diese Erfahrung nicht machen können.

Vielen Dank

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Fragen an das Management – beantwortet!

Nach unserem diesjährigen Azubitag hatten unsere neuen Azubis die Möglichkeit Fragen für unser Management aufzuschreiben. Diese Fragen sollen natürlich nicht unbeantwortet bleiben. Unser Geschäftsführer Frank Westphal und unsere Personalleiterin Martina Bogner haben sich Gedanken gemacht und die gestellten Fragen beantwortet.

Frage 1

Wird so etwas öfter stattfinden?

Das war bereits unser zweiter Azubitag und wir möchten auf jeden Fall, dass alle Azubis einmal während der Ausbildung die Möglichkeit hatten an einem solchen Azubitag teilzunehmen.

Frage 2

Warum so nett?

Es ist uns nicht ganz klar wie die Frage gemeint ist. Wenn die Frage dahin zielt, warum hier alle so nett sind, dann hat es etwas mit unserer Kultur und der Wertschätzung zu tun, die wir allen Kollegen entgegenbringen. Außerdem haben wir Spaß an unserer Arbeit, das zeigt sich vermutlich auch in unserem Verhalten.

Frage 3

Wie hat es die Firma geschafft sich weltweit auszubreiten?

Durch einen nachhaltigen und soliden Wachstumskurs und keine übereilten Entscheidungen bei der Hereinnahme unserer Projekte. Unsere Werte, unsere Philosophie und unser Managementsystem Quartz unterstützen uns dabei. Dabei spielt unser Netzwerk – kleine dezentrale BU’s (und davon haben wir weltweit inzwischen mehr als 1800) eine sehr große Rolle. Dezentral werden Geschäftsmöglichkeiten erkannt, dezentral wird entschieden – immer im Rahmen des Machbaren und Möglichen. Das Ganze ordnet sich in unsere weltweite Strategie ein: Global denken, lokal handeln.

Frage 4

Warum nicht jedes Jahr?

Wir wollen den Azubitag jedes Jahr machen, allerdings immer nur für die Auszubildenden des ersten Lehrjahres, so wie es auch in diesem Jahr war. Zusätzliche Tage für die Azubis höherer Lehrjahre anzubieten oder eine noch größere Veranstaltung für alle Azubis planen wir erstmal nicht, da es sich bei unserem ersten Azubitag 2018, bei dem wir alle Azubis eingeladen hatten, gezeigt hat, dass es doch sehr schwierig ist so viele Menschen (wir hatten derzeit 180 Auszubildende und 50 Ausbilder) unter einen Hut zu bekommen. Es ist uns wichtig, dass jeder Azubi einmal während seiner Ausbildung am Azubitag teilnehmen kann. Generell arbeiten wir an anderen Ideen die Ausbildung bei Actemium noch attraktiver zu machen. Freut euch drauf!

Wir hoffen, eure Fragen konnten beantwortet werden und freuen uns schon auf das nächste Jahr!!

Frank Westphal & Martina Bogner

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