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Auszubildende, Unsere Beiträge

Eine etwas andere Adventsgeschichte

Jeder von uns macht sich mittlerweile Gedanken, wie Weihnachten 2020 aussehen wird. In diesem Zuge haben wir darüber gesprochen, was denn für uns der “worst case” für dieses Jahr wäre – nur um zu merken, dass wir doch für viel mehr dankbar sein können, als wir uns vielleicht jeden Tag vor Augen führen.
Daher wünschen wir vom Redaktionsteam einen besinnlichen 1. Advent mit unserer etwas anderen Adventsgeschichte!

28.11.2019, 12:16 Uhr: „Also dann morgen 18:00 Uhr am Marktplatz? Da gibt es immer den leckersten Glühwein! Was meinst du? Wie viele Weihnachtsmarktbesuche schaffen wir dieses Jahr?“

04.12.2019, 08:32 Uhr: „Hallo meine Liebe, wann kommst du denn an Weihnachten? Schon am 21.? Du weißt, das traditionelle Weihnachtsbaumschmücken steht an! Papa freut sich auch schon auf dich! LG Mama.“

20.12.2019, 21:50 Uhr: „Schwesterchen, was schenkst du Mama? Können wir mitschenken? Klappt doch immer gut mit deinen Ideen!“

Lea stand an die Arbeitsplatte gelehnt in der Küche und scrollte durch ihre WhatsApp-Nachrichten. Eigentlich wollte Sie nur nach dem Rezept von Mamas Vanillekipferln schauen, sie wusste, dass sie es ihr letztes Jahr geschickt hatte, damit sie dafür einkaufen konnte. So war das schon seit sie denken konnte und seit sie in einer anderen Stadt studierte und arbeitete, strich sie sich die Tage noch dicker im Kalender an: Lea kam ein paar Tage vor Weihnachten nach Hause, ging für die Plätzchen einkaufen, ihre Mutter holte in der Zeit den Christbaumschmuck nach oben und das Haus verwandelte sich in eine Weihnachtsbäckerei! Wenn die Plätzchen im Ofen waren, wurde der Weihnachtsbaum geschmückt.
Nun jedoch fand sie sich allein in ihrer eigenen Küche wieder und wollte die Plätzchen backen. Sie hatte den Drang dazu verspürt, auch wenn erst der erste Advent war. Dieses Jahr würde diese gemeinsame Tradition keinen Platz finden. Schließlich musste sie bis zum 16.12. arbeiten, dann würde sie sich in Quarantäne begeben, einen Test machen und erst nach einem negativen Ergebnis nach Hause fahren. Ihr Bruder mit seiner Frau und den beiden Kindern würde gar nicht kommen. Er hatte lange mit sich gerungen, aber mit der Kleinen im Kindergarten und dem Großen in der Schule… Das ungute Gefühl hatte überwogen und sie wollten niemanden enttäuschen, wenn sie kurzfristig abgesagt hätten. Und auch ihre Tanten mit den Familien hatten entschieden, so klein wie möglich zu feiern. Also würden sie nur zu fünft sein, Mama, Papa, Oma, Opa und sie selbst. Der normale Esstisch würde reichen. Ein bisschen musste sie schmunzeln, als sie daran dachte, dass Mama nicht ewig damit beschäftigt sein würde, den Gartentisch auf die gleiche Höhe zu bekommen wie den Esstisch. Doch sofort wurde sie wieder traurig, denn das gehörte dazu. Genauso wie das Treffen mit den Leuten aus der Schule. Sie konnte nicht behaupten, dass sie immer viel Kontakt hatten, doch am 24.12. traf man sich spät immer heimlich an der Tischtennisplatte ihres alten Gymnasiums. Natürlich waren sie mittlerweile alle alt genug, aber zu ersten Mal hatten sie das mit 16 und heimlich mit Glühwein befüllten Thermoskannen gemacht und noch immer starteten sie den Abend dort und ließen das Jahr Revue passieren. Jetzt wollte sie dieses Jahr gedanklich gar nicht nochmal durchleben. Am liebsten wäre ihr, jemand würde jetzt einfach den Weihnachtsmarkt einläuten, über den Sie sonst fast jeden Abend schlenderte und die Stimmung genoss und alles wäre normal.

Sie zuckte zusammen, als das Handy in ihrer Hand anfing zu klingeln. Mama rief an. Sie seufzte und ging ran. „Ja?“ – „Hallo meine Süße, geht’s dir gut? Was machst du gerade?“ Sie blickte sich in der Küche um, machte das Licht aus und ging dann raus. „Ach nichts Besonderes. Warum rufst du an?“ – „Ich wollte nur mal hören. Sag mal, kennst du Frau Müller aus der Wohnung über dir? Geh doch mal hoch und frage, ob sie ein Päckchen für dich angenommen hat!“ Lea war verwirrt. Wieso sollte sie ein Päckchen für sie haben? Sie hatte nichts bestellt und es war auch keine Benachrichtigung im Briefkasten gewesen, dass etwas für sie abgegeben worden war. „Wieso denn Mama, ich erwarte nichts. Und ich habe sie auch schon lange nicht mehr gesehen, bestimmt trinkt sie gerade Tee, man klingelt doch nicht einfach an einem Sonntag…“ – „Lea, bitte, tu es einfach.“ Sie runzelte die Stirn. Wurde ihre Mutter ein bisschen wunderlich? „Ok Mama, bleib dran.“ – „Nein, schon gut, du kannst mich ja später nochmal anrufen. Tschüüüüss!“ Und schon war sie weg.
Was war das denn? Lea schüttelte den Kopf, dann schnappte sie sich ihren Schlüssel und schlüpfte in die nächstbesten Schuhe.

10 Minuten später saß sie in ihrem winzigen Wohnzimmer und öffnete das riesige Paket, das nicht mal an sie, sondern an Frau Müller adressiert gewesen war. Dass es von Mama sein musste, war ihr mittlerweile klar, aber was es sonst damit auf sich hatte, dazu hatte auch Frau Müller nichts gesagt. Sie hatte nur gelächelt und ihr das Paket aus der Haustür auf den Flur geschoben. „Viel Spaß und eine schöne Zeit!“ und mit einer schwungvollen Bewegung war die Tür auch schon wieder zu.
Lea klappte den Deckel auf und nahm den Umschlag heraus, der oben lag. Das würde sie gleich lesen, sie war viel zu neugierig, um nicht weiter auszupacken. Was dann zum Vorschein kam, war eine echte Wundertüte. Unmengen an Lichterketten, kleine kitschige Figuren, künstlicher Schnee, Rentier-Hausschuhe, Schokoladenweihnachtsmänner, Glühwein, ihr Lieblingstee, den es nur in dem kleinen Geschäft bei ihren Eltern im Ort gab, eine leere Keksdose – und ein handgeschriebenes Rezept für die Vanillekipferl. Sie war überwältigt und wusste plötzlich gar nicht mehr wohin mit ihren Gefühlen. Dann öffnete Sie den Brief.

>> Meine kleine große Lea. Ich weiß, wie wichtig das alles ist. Selbst Papa ist schlecht drauf, dabei dachte ich bei ihm wirklich er sei eher dankbar, dass er keine Weihnachtslieder ertragen muss. Aber wir alle haben in diesem Jahr Dinge vermisst und es ist, als würde dieses Vermissen in der Weihnachtszeit und dem Heiligen Abend gipfeln. Aber wir müssen nicht alles vermissen, lass uns lieber an die Dinge denken, die wir haben und das sind nicht weniger als in den letzten Jahren. Auch wenn wir nur im kleinen Kreis feiern, werden wir an alle anderen denken, werden sie anrufen und uns austauschen, wie denn ihr Weihnachtsbaum aussieht und ob der Braten gelungen ist (Spoiler: „War gut, nur ein bisschen trocken“). Und wir können dankbar dafür sein, dass wir so viele Menschen in unseren Herzen haben, die wir schützen möchten. Glaub mir, unsere gemeinsame Weihnachtszeit bedeutet mir genauso viel wie dir, aber unsere Traditionen werden sich immer mal wieder verändern und das bedeutet nicht, dass sie uns nichts wert sind. Sondern eher, dass wir uns darauf besinnen, was daran uns denn so wichtig ist: Nämlich das Miteinander. Und genau das werden wir nicht verlieren, unter anderem auch, weil wir mit unserem Verzicht aufeinander aufpassen. Drumherum bauen wir uns neue Traditionen. Schmück deine Wohnung, mach dir ganz viel Tee und back die Vanillekipferl. Und wenn du dabei an mich denkst oder an irgendeinen anderen der vielen geliebten Menschen, dann wirst du merken, für was wir das alles machen. Ich habe dich lieb! Halte durch! Mama. <<

Du hast recht, Mama. So viel ist anders, aber so viel wird auch schön sein. Für so viel können wir dankbar sein. Für mich, für dich, für uns alle.

Absender: Nico Schott 19:20 Uhr
Betreff: Tischtennisplattentreffen-Online 2020

Ihr wisst Bescheid, 24.12. um 23 Uhr geht’s los – vergesst den Glühwein nicht, immerhin kann er dieses Mal frisch aus der Küche kommen und nicht aus Thermoskannen!
Link unten! Bis bald!

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Auszubildende, Unsere Beiträge

Mein Einsatz in der Kommunikations-/Marketingabteilung

Die Kommunikations-/Marketingabteilung durchläuft man in der Ausbildung der Industriekaufleute natürlich auch.

Im Folgenden möchte ich euch die wichtigsten Aufgaben dieser Abteilung vorstellen.

Im Bereich Kommunikation und Marketing dreht sich fast alles um die interne und externe Kommunikation.

Aber was sind interne und externe Kommunikationsaufgaben?

Zu den internen Kommunikationsaufgaben zählen u.a. die Pflege unseres Intranets, der Mitarbeiter Zeitschrift – Dialog, sowie von Yammer – einer firmeninternen sozialen Netzwerkplattform. Täglich erhält die Abteilung Informationen aus den unterschiedlichsten Bereichen z.B. Projektinformationen aus einer BU oder wichtige Informationen aus dem Bereich Safety, die dann schnell an alle Kollegen verteilt werden müssen.

Eine externe Kommunikationsaufgabe ist die Pressearbeit. Hier werden z.B. zu besonderen Ereignissen Pressemitteilungen herausgegeben. Außerdem zählen dazu die Pflege der Social-Media-Kanäle sowie der Webseite sind ebenso wichtig.

Weitere Aufgaben der Abteilung sind:

  • Planung und Organisation verschiedenster Veranstaltungen
  • Erstellung von Werbemitteln, Foto + Videos Aufnahmen, Gestaltung von Prospekten, Flyern und Broschüren über Actemium

Bei meinem Einsatz wurde ich vollständig in die Materie miteinbezogen. Ich durfte mich an verschiedenen Designs und Gestaltungsmöglichkeiten austoben wie z.B. die Gestaltung eines Actemium Deutschland Banners.

Dort konnte meiner Kreativität freien Lauf lassen.

Generell konnte ich meine Ideen jederzeit gerne mit einbringen.

Unter anderem habe ich Berichte ins Intranet hochgeladen und News erfassen dürfen.

Mein Highlight war die Besichtigung mehrere Locations, die für eine anstehende Veranstaltung in Frage kommen könnten. Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich die jeweiligen Angebote sind und was man alles zu beachten hat, um die richtige Location zu finden.

Auch an den wöchentlich stattfindenden Social Media-Meetings zwischen der Kommunikations- und Personalabteilung durfte ich teilnehmen. Dort werden alle aktuellen Content-Themen für die Social-Media-Kanäle von Actemium Deutschland geplant und besprochen.

Hier habe ich euch unsere Unternehmensprofile verlinkt: Wenn ihr den Social Media Kanälen folgt, dann seit ihr immer auf dem neusten Stand

Instagram

Facebook

LinkedIn

YouTube

AzubiBlog : Wusstet ihr, dass das AzubiBlog-Redaktionsteam nur aus Auszubildenden besteht?

Schaut vorbei! Dort könnt ihr einen kleinen Einblick in die Welt von Actemium gewinnen und sehen wie umfangreich und interessant unser Unternehmen ist.

Zum Abschluss kann ich sagen, dass die Aufgabenbereiche der Abteilung mir viel Spaß bereitet haben.

Michelle

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Bachelorarbeit, Duales Studium, Unkategorisiert, Unsere Beiträge

Das Ende meines dualen Studiums

Nun ist es soweit – ich habe mein duales Studium bei Actemium beendet. Diesen Beitrag möchte ich nutzen, um meine Studenten-Zeit bei Actemium zu reflektieren und euch über meine Bachelorarbeit sowie das dazugehörige Kolloquium zu erzählen. 😊

Mein duales Studium hat in der Abteilung Einkauf gestartet. Wenn ich an meine erste Abteilung denke, verbinde ich das mit Spaß und Herausforderungen. Die Aufgaben dort haben öfter mal Überwindung gekostet, wodurch der anschließende Lerneffekt jedoch umso größer war.

Während meines Studiums habe ich auch Einblicke in die Akademie, die Finanzbuchhaltung, die Entgeltabrechnung sowie in den Bereich Finanzen und Controlling erhalten. In der Akademie habe ich größtenteils organisatorische Aufgaben übernommen wie zum Beispiel Schulungsunterlagen vorbereiten, Anmeldungen zu Schulungen vornehmen und Catering organisieren. In der Finanzbuchhaltung war ich im Bereich der Kreditorenbuchhaltung und Anlagenbuchhaltung tätig. Dazugehörige Aufgaben waren zum Beispiel Rechnungen buchen und anfordern, Kreditoren im System anlegen und erweitern sowie Anlagen anlegen und buchen. Danach war ich in der Entgeltabrechnung. Dort habe ich Bescheinigungen beantragt, neue Mitarbeiter im System erfasst und Krankmeldungen bearbeitet.

Ich war am Häufigsten im Bereich Controlling und Finanzen eingesetzt. Dort hat mir immer die Vielfältigkeit und die Selbstständigkeit gefallen. Dort habe ich die Verbindung der einzelnen Abteilungen zu verstehen gelernt sowie ein Verständnis für das System der Firma entwickelt. Es war mein Lieblingsbereich und schlussendlich auch die Abteilung, in der ich nach meinem Studium arbeiten werde.

Neben diesen Abteilungen war ich für zwei Monate in Penzberg eingeteilt. Dort habe ich neben dem kaufmännischen Bereich auch den gewerblichen Bereich kennengelernt. Ich habe Baustellen und die dazugehörigen Anlagen besucht. So konnte ich verstehen, was hinter den Projekten steckt, die ich sonst nur kaufmännisch bearbeite.

Insgesamt war meine Zeit bei Actemium sehr abwechslungsreich. Ich habe viel gelernt und wurde immer freundlich aufgenommen. Erklärungen zu Themen sind nie zu kurz geraten. 😊

Nun noch ein paar Worte zu meiner Bachelorarbeit und dem Kolloquium.  Meine Bachelorarbeit habe ich bereits in der Praxisphase des 5. Semesters geschrieben. Wir konnten unsere Bachelorarbeit ab Mitte Dezember 2019 anmelden. Circa 6 Wochen vor der Anmeldung habe ich mir eine betreuende Dozentin gesucht. Mit ihr habe ich mein Thema abgestimmt und die Grobgliederung besprochen. Die Bearbeitungszeit betrug acht Wochen. Zu Beginn habe ich eine Literaturrecherche gemacht. Eine breite Literaturbasis ist in einer wissenschaftlichen Arbeit ein bedeutsamer Faktor. Außerdem habe ich neben Actemium weitere Firmen angefragt, die ich zu meinem Thema interviewen kann, sodass der Praxisbezug geschaffen wird. Dadurch konnten die Umsetzungsmöglichkeiten in die Praxis von Experten geprüft werden. Nach der Anfertigung habe ich mir noch circa 10 Tage Zeit für das Korrekturlesen, Drucken und Binden der Arbeit genommen. Als ich dann endlich meine Arbeit in den Händen hielt, war die Erleichterung sehr groß.

Ich habe bereits nach zwei Wochen den Bescheid bekommen, dass die Bachelorarbeit bestanden wurde und konnte mit meiner Dozentin einen Termin für das Kolloquium vereinbaren. Der Termin war zu Beginn des 6. Semesters.  Ich musste einen fünfminütigen freien Vortrag vorbereiten, in dem ich meine Vorgehensweise, das Ziel, die Kernpunkte und das Ergebnis der Arbeit erklären sollte. Die Prüfer waren sehr freundlich und haben versucht eine lockere Atmosphäre zu schaffen. Dadurch hat sich meine Nervosität schnell gelegt. Nach meinem Vortrag musste ich meine Bachelorarbeit verteidigen – das bedeutet, dass Fragen zur Arbeit gestellt wurden, die einen typischerweise verunsichern sollen, so dass die Prüfer merken, ob die Person hinter der Aussage seiner Bachelorarbeit steht. Danach musste ich den Raum verlassen, sodass die Prüfer sich beraten konnten. Anschließend habe ich meine Note erhalten. Das Ende des Kolloquiums hat dieses Kapitel meines Studiums beendet.

Nachdem ich beide Abschlussprüfungen beendet hatte, habe ich gemerkt, dass es keinen Grund für Zweifel und Ängste gab. Es ist normal, dass in dieser Zeit viel Stress und Druck herrscht. Jedoch sollten wir immer bedenken, dass die Prüfer auch nur Menschen sind und uns eigentlich nichts Böses wollen 😉

Da mein Studium nun beendet ist, wird dies mein letzter Beitrag sein. Ich verabschiede mich vom Azubi-Blog und bedanke mich für die schöne Zeit!

Laura

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Auszubildende, Duales Studium, Unkategorisiert, Unsere Beiträge

Homeschooling in Zeiten von Corona

In diesem Jahr ist vor allem die Corona-Krise sehr präsent. Nicht nur in den Betrieben hinterlässt sie ihre Spuren, sondern auch für uns Auszubildende und Duale Studenten hat sie Auswirkungen auf unsere Ausbildung. So machten die bundesweiten Einschränkungen auch nicht vor dem Schul- und Universitätssystemen halt. Präsenzveranstaltungen waren nicht mehr möglich, so dass alle Inhalte über Online-Veranstaltungen vermittelt werden sollten.

Um euch zu zeigen, wie wir mit den Veränderungen unserer Ausbildung aufgrund der Corona-Pandemie umgegangen sind, haben wir unseren Azubis und Duale Studenten folgende Fragen gestellt:

1. Wie hat Homeschooling bei dir stattgefunden?

Unsere Hochschule hat uns das Lernmaterial im Online-Campus zur Verfügung gestellt. So konnten wir uns den Stoff selbst aneignen. Wir hatten nur zweimal eine Online Vorlesung. In einer wurden unsere Fragen zum Stattfinden der Prüfungen beantwortet. In der anderen Stunde hatten wir Prüfungsvorbereitung für ein Modul.

Wir haben von der Berufsakademie einen Stundenplan mit allen geplanten Modulen für Juni und Juli bekommen und müssen “live” über das Programm Adobe Connect an den Veranstaltungen von zu Hause aus teilnehmen.

Ich habe zweimal die Woche Präsenzunterricht, einmal die Woche eine Video-Konferenz und sonst selbst organisiertes Lernen durch Moodle.

Mein Homeschooling wurde mit regelmäßigem E-Mail Kontakt und dem objektorientiertem Kursmanagementsystem „Moodle“ organisiert und durchgeführt.

2. Welche Vorteile/Nachteile gab es dadurch für dich?

Vorteile: 

– selbst organisiertes Lernen

– kürzerer Fahrtweg

– Auseinandersetzen mit aktuellen Themen

Nachteile: 

– Mehraufwand durch Hausarbeiten

Da ich immer 45 Minuten für einen Weg mit dem Auto zu der Berufsakademie brauche, war diese Zeitersparnis wohl der größte Vorteil für mich persönlich. Mir fällt es außerdem leichter nach der Online-Vorlesung noch etwas länger am Schreibtisch zu bleiben und zu Lernen, als erst nach Hause zu fahren und mich dann zum Lernen zu motivieren. Trotzdem erfordert das Ganze ein hohes Maß an Selbstdisziplin, was nicht immer so leicht ist.

Vorteil: 

– Kein langer Fahrtweg. Man spart sehr viel Zeit

Nachteil:

–  man muss sich alles selbst beibringen und diszipliniert sein

Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass der direkte menschliche Kontakt für Gruppenarbeiten und zum Lernen effektiver ist, als über digitale Abwicklungen.

Das Arbeiten und Lernen im Homeoffice hat mich allerdings in meinen Selbstmanagement geschult.

3. Konnten Prüfunen stattfinden? Wenn ja, wie?

Unsere Prüfungen haben stattgefunden, jedoch nicht in Präsenzform. Wir mussten statt drei Klausuren zwei Hausarbeiten schreiben und ein zusätzliches Video zur Präsentation der Hausarbeit drehen. Die dritte Klausur wurde in eine 15-minütige Videopräsentation umgewandelt.

Da wir nur wenige Studenten an der BA sind, ist es möglich alle Prüfungsleistungen in Präsenz durchzuführen. Selbstverständlich wurden hier alle Abstands- und Hygieneregeln eingehalten.

Bei uns haben keine Klassenarbeiten stattgefunden.

Nein.

4. Wie hat Actemium dich beim Homeschooling unterstützt?

Als meine Betriebsphase angefangen hat, durfte ich trotz dessen noch Zeit nutzen, um die Hausarbeiten und Videos abzuwickeln.

Bei Fragen kann ich mich immer melden und der Arbeitslaptop ist für Präsentationen sehr hilfreich.

Mir wurde jede Woche mein Unterrichtsmaterial ausgedruckt zugesendet und unser Laptop von der Arbeit war auch sehr vorteilhaft. Wenn ich Fragen habe kann ich mich jederzeit melden.

Actemium hat mich mit der Freistellung an den Schultagen unterstützt.
An diesen Tagen im Homeschooling konnte ich die Aufträge der Lehrer, pro entfallenden Schultag, bearbeiten.

5. Wie kamst du mit dem Homeschooling zurecht (technisch/persönlich/organisatorisch)?

Ich bin technisch, persönlich sowie organisatorisch gut zurecht gekommen. Technisch war es kein Problem, da ich den Firmenlaptop zu Hause habe und an den Online-Vorlesungen leicht teilnehmen konnte. Ich habe mir persönlich eine Frist gesetzt bis wann ich die Hausarbeiten und Videos beendet haben möchte. Da es mein letztes Semester ist, war ich sehr zielstrebig und diszipliniert, sodass ich die Uni-Phase beenden kann und nochmal die bestmöglichen Ergebnisse erziele.

Ich selber habe es (bis jetzt) ganz gut geschafft mich zu motivieren. Zu Beginn hatte ich viele technische Probleme und bin oft aus den Vorlesungen “rausgeflogen”, das ist mit der Zeit aber deutlich besser geworden (toi, toi, toi). Dann ist es natürlich immer wichtig viel mit seinen Kommilitonen zu kommunizieren, was wir nach einem holprigen Start auch ganz gut hinbekommen haben. In der kommenden Klausurenphase ändert sich kaum was für mich, da wir auch vor der Pandemie vor den Klausuren immer freie Tage zum Lernen hatten und ich dann zu Hause mich auf die Prüfungen vorbereitet habe.

Sehr gut, man darf nur keinen Durchhänger haben. Ich habe mir einen Plan erstellt wann ich was erledigen möchte und mich daran gehalten.

Organisatorisch kam ich mit dem Homeschooling aufgrund der geregelten Schulaufträge, Fristen und der benötigten Zeit sehr gut zurecht.
Technisch war es ebenfalls möglich gut zu arbeiten, aufgrund der gestellten Schulbücher und dem Schriftverkehr über einen Laptop (Zuhause oder im Betrieb).

6. Was konntest du aus dem Homeschooling lernen?

Aus der Zeit im Homeschooling konnte ich lernen, dass es wichtig ist sich eigene Ziele zu setzen und sich einen eigenen Zeitplan zu erstellen.

Organisation und Durchhaltevermögen ist alles. Sich immer wieder neu zu motivieren, auch wenn es manchmal langweilig zu Hause wird. Und ich habe gelernt, dass sehr viel Online möglich ist und fast alle Inhalte problemlos vermittelt werden können.

Mit Erstellung eines Plans ist es einfacher durchzuhalten.

Im Homeschooling konnte ich durch die Selbstorganisation am Leitfaden, der Aufträge und Fristen mein Selbstmanagement schulen und meine Motivation für das Thema Selbstdisziplin stieg an.

Schaut man sich nun die Antworten unserer Azubis und Dualen Studenten an so stellt man gleich eine gewissen Ähnlichkeit der Wahrnehmung jedes Einzelnen fest.

Zusammengefasst hat die Corona-Pandemie mit Sicherheit allen ermöglicht, ihren Tagesablauf etwas flexibler zu gestalten. Natürlich war dabei auch ein hohes Maß an organisatorischer Fähigkeit und Selbstdisziplin gefragt. Allerdings war dies aufgrund der tollen Unterstützung von Actemium und der Bereitschaft unserer Azubis kein Problem. Wir haben die Situation gemeistert!

Fakt ist, dass dieser Zustand natürlich nicht für immer bleibt und auch wir hoffen, dass sich die Situation bald wieder verbessert. Im Zuge dessen, möchten wir allen weiterhin viel Erfolg in dieser schwierigen Zeit wünschen. Vielleicht sind unsere Erfahrungen und unsere Tipps für den ein oder anderen hilfreich. Gebt uns gerne ein Feedback dazu.

 

Euer Redaktionsteam 

Laura, Greta, Michelle und Annabell

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