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SAFETY WEEK
Vortrag zum Thema Drogen – verhaltensorientierte Prävention

Am 11. Mai 2021 organisierte die Kühne+Vogel Prozessautomatisierung Antriebstechnik GmbH im Rahmen der „Safety Week“ für uns Azubis einen Drogenpräventionstag.

Herr Mücke, Kriminalhauptkommissar der Kriminalpolizei Schwabach, klärte uns über das Thema Drogen und Sucht auf. Zu Beginn stellte er sich und seine Arbeit auf der Polizeiwache vor und startete den Vortrag mit dem Einstieg in das Thema Sucht. Anhand einer Grafik wurde uns der Aufbau einer „Drogenkarriere“ veranschaulicht. Wie gefährlich der Konsum von illegalen, aber auch legalen Drogen ist und welche erschreckenden gesundheitlichen und sozialen Folgen daraus entstehen können, konnte man auf einer Statistik sehr gut erkennen. Richtig bewusst wurde uns die Gefahr, als er von echten regionalen Fällen aus seinem Berufsleben erzählte. Herr Mücke erklärte, dass Drogen nicht nur einem selbst schaden, sondern ungewollt auch andere vor allem nahestehende Mitmenschen, wie Familie oder Freunde, stark darunter leiden können.

Ein wichtiger Punkt war das illegale und weit verbreitete pflanzliche Betäubungsmittel „Cannabis“. Dieses wird oftmals sehr stark unterschätzt, weil Jugendlichen und jungen Erwachsenen die schweren Folgen des Konsums zu wenig bewusst sind. Die Tatsache, dass die Aufnahme von Tetrahydrocannabinol (THC) Psychosen auslösen kann, welche Konsumenten in grenzenlose Aggression, Depression bis hin zum Suizid treiben können, hat uns erschüttert. Ebenso verändert THC die Leistungsfähigkeit der Spermatozoen negativ, so dass ein Herabsetzen der Fruchtbarkeit wahrscheinlich und sogar das Risiko einer Unfruchtbarkeit möglich ist.

  

Nicht nur Maschinen oder Technologien entwickeln sich weiter, sondern auch Drogen unterliegen dem Wandel der Zeit. Circa seit dem Jahr 2000 kursiert eine sehr gefährliche Droge namens “Kräutermischung”, und “Legal Highs” genannt. Anhand vieler von Herrn Mücke beschriebener Fälle konnten wir sehen, wie viel Schaden diese Droge schon beim ersten Gebrauch anrichtet. 

Durch den Umbau von Drogenstoffgruppen, war es für Täter bis vor ein paar Jahren möglich, in Gesetzeslücken zu schlüpfen, weil diese Zusammensetzung durch das Betäubungsmittelgesetz nicht erfasst war und Täter somit nicht bestraft werden konnten. Dieses „Gesetzesschlupfloch“ stopfte der Gesetzgeber 2016 mit dem neuen Psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Allerdings gibt es Länder im europäischen Ausland, in denen es solche Gesetze nicht gibt und man sich die Mischung einfach im Internet bestellen kann. In Deutschland sind Besitz und Handel der Droge durch das neue Gesetz nun zum Glück verboten. Der Name „Kräutermischung“ lässt vermuten, dass es sich hier um ein natürliches Produkt handelt – weit gefehlt! Hier wird Rasenabschnitt oder ähnliches mit gefährlichen Chemikalien vermischt.

Uns wurde gezeigt, dass sogar eine Zusammensetzung aus haushaltsüblichen Mitteln wie Frostschutzmittel, Toilettenreiniger, Batteriesäure, etc. als Droge eingenommen wird. Um zu wissen, dass dies nicht gesund ist, muss man kein Arzt sein. Trotzdem sterben viele junge Menschen an der Einnahme dieser Substanz mit dem Namen „Crystal Meth“. Die Konsumenten unterliegen innerhalb kürzester Zeit einem sehr starken körperlichen Zerfall.

Im Laufe der Drogenprävention wurde auch über das Thema Drogenverherrlichung gesprochen. Kriminalhauptkommissar Mücke nannte uns Musiker in der Deutschen Szene mit der Zielgruppe von jungen Erwachsenen und nahm den deutschen Rapper „Capital Bra“ als Beispiel. Er zeigte uns statistisch wie der Zuwachs des verschreibungspflichtigen Medikaments „Tilidin“ in Apotheken anstieg. Das macht deutlich, welchen Einfluss „Stars“ auf unsere Gesellschaft haben und wie leicht sich vor allem Jugendliche beeinflussen lassen.

Viele berühmte Persönlichkeiten wissen anscheinend nicht, dass sie durch ihre Vorbildfunktion großen Einfluss auf das Handeln ihrer Fans haben. Mitgliedern der „Rap-Szene“ muss endlich bewusst werden, dass sie Idol-Charakter haben und diesen zum Schutz und zur Bereicherung unserer Generation nutzen müssen.

Durch Fragen und Beiträge konnten wir den Vortrag lebendig mitgestalten und in einem Quiz unser gelerntes Wissen testen und vertiefen. Abschließend gab es hilfreiche Tipps und Optionen wie man mit Sucht umgeht, sie behandeln kann und welche Möglichkeiten der Früherkennung
vorhanden sind.

 

Wir danken Herrn Mücke von der Kriminalpolizei Schwabach für seine Arbeit und diesen interessanten Vortrag sowie unserem Ausbilder, Tobias Lanzl, der den Drogenpräventionstag für uns organisiert hat und uns auf unserem Lebensweg unterstützt!

Wir haben viele Information über das Thema erhalten und jetzt noch viel mehr Gründe NEIN! zu sagen.

 

In diesem Sinne macht es wie wir:

Bleibt sauber!
Stay Clean!

Azubis der BU Kühne+Vogel in Roth

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